Allgemeine Infomationen
Die wissenschaftliche Erläuterung für Wassereinlagerungen im Körper klingt wie folgt: Ist das Gleichgewicht zwischen Filtration einerseits und Reabsorption plus Lymphabfluss andererseits zugunsten der Filtration verschoben, so bleibt vermehrt Flüssigkeit im Gewebe. Die Folge ist eine Wasseransammlung im Interstitium: ein Ödem. Die dabei auftretende Störung des Blutkreislaufes führt zu einem Rückstau im Gefäßsystem und zu einem Anstieg des Druckes, wodurch Flüssigkeit ins Gewebe austritt.
Und was hat das mit der Pille zu tun?
Grundsätzlich funktioniert die Pille so: sie verhindert den Eisprung, daher kann keine Eizelle befruchtet werden. Sie verdickt auch den Schleim am Gebärmutterhals, der so dick und klebrig wird, dass die Spermien nicht durchdringen können. Die heutigen Pillen enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen in den verschiedensten Zusammensetzungen und Dosierungen. Basis der meisten Pillen und Mikropillen ist das künstliche Östrogen Ethinylestradiol. Bei einem Anteil von weniger als 0,05 Milligramm pro Tablette spricht man von einer Mikropille. Der Großteil der heutigen Präparate enthält zwischen 0,02 bis 0,03 Milligramm. Man führt also seinem Körper also täglich eine gewisse Dosis an Hormonen zu. Beim Absetzen der Pille reagiert der Körper auf diesen "Entzug" möglicherweise mit Nebenwirkungen wie zum Beispiel Wassereinlagerungen.
Nun ist aber die neueste Errungenschaft bei der Pille Yasmin, dass ein synthetisches Gestagen, Drospirenon, verwendet wird. Viele Probleme, die bei älteren Pillen auftraten, kommen unter den drospirenonhaltigen Pillen nicht mehr vor. Drospirenon ähnelt von der Wirkweise dem vom Körper auf natürliche Weise erzeugten Hormon Progesteron. Progesteron hilft dem Körper zum Beispiel dabei, das durch Östrogen im Körpergewebe gestaute Wasser auszutreiben.
Eine einfache und doch geniale Wirkweise.